Griechenland

Eine Chronik der Krisenpolitik 2008-2018

Foto: aesthetics of crisis CC BY-NC-SA 2.0

Zum Abschluss des dritten, erneut mit schwerwiegenden Auflagen verbundenen Kreditprogramms für Griechenland waren auf der EU-Bühne im Spätsommer 2018 große Worte zu vernehmen. Eurogruppen-Chef Mario Centeno sprach von einer »sanften Landung« nach einer »langen und schwierigen Anpassung«; der zuständige EU-Kommissar Pierre Moscovici sagte: »Die griechische Krise ist heute Abend vorbei.« Aus der deutschen Politik waren die üblichen Mahnungen zu vernehmen, »die Griechen« sollten nun »nicht wieder in den alten Trott« verfallen - unverdrossen wurde auf »Reformen« gepocht, die wegen ihrer sozialen und ökonomischen Folgen weithin kritisiert werden.

In vielen Bereichen ist Griechenland heute ärmer als vor der Finanzkrise, die vor zehn Jahren begann. Dennoch setzte in Athen die regierende Linkspartei SYRIZA auf Optimismus: Das Ende der Kreditprogramme als neuer Anfang? An dieser Stelle blicken wir zurück. Wann hat die Krise in Griechenland eigentlich angefangen? Wo liegen die Ursachen und wer wurde mit den »Rettungspaketen« wirklich gerettet? Was ist aus dem »griechischen Frühling« geworden, der 2015 mit der Wahl SYRIZAs begann? Und wie fällt die Bilanz einer Krisenpolitik aus, die vor allem auf Sparmaßnahmen setzte?

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